Industrie & Halle

Werkstattbeleuchtung mit LED.
Präzise sehen, sicher arbeiten.

In der Werkstatt entscheidet gutes Licht über Qualität und Sicherheit: Kratzer im Lack, feine Toleranzen oder Leckagen unter dem Fahrzeug erkennt nur, wer richtig sieht. Hier finden Sie typische Beleuchtungsstärken, Tipps gegen Schatten und Blendung und passende Leuchten.

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · TRiALED Lichtberatung

Auf einen Blick
  • Grobe Maschinenarbeiten: typisch 300 lx, feine Arbeiten 500 lx und mehr
  • Lackierung, Farbabgleich und Endkontrolle verlangen deutlich mehr Licht und gute Farbwiedergabe
  • Schatten unter Fahrzeugen und an Maschinen früh mitplanen
  • Staub, Öl und Funken verlangen robuste Leuchten

Wie hell muss eine Werkstatt sein?

Die DIN EN 12464-1 nennt für Werkstätten Werte je nach Sehaufgabe. Typische Richtwerte zur Orientierung:

TätigkeitTypischer Wartungswert
Allgemeine Werkstattbereiche, Lager100 bis 300 lx
Grobe und mittlere Maschinenarbeiten300 lx
Schweißen300 lx
Feine Maschinenarbeiten, Schleifen500 lx
Karosseriearbeiten, Montage500 lx
Lackieren, Spritzkabinen750 lx
Lackausbesserung, Farbabgleich, Endkontrolle1.000 lx

Maßgeblich sind die konkrete Tätigkeit und die Norm in der aktuellen Fassung. Für Lackier- und Spritzbereiche können zusätzlich Anforderungen an den Explosionsschutz gelten – mehr dazu im Ratgeber Ex-Schutz-Beleuchtung.

Farbwiedergabe: Lack ist nicht gleich Lack

Für Lackierung, Karosseriearbeiten und Qualitätskontrolle ist eine hohe Farbwiedergabe entscheidend. Ra 80 ist das Minimum für Arbeitsplätze, für Farbabgleich und Endkontrolle sollte sie deutlich höher liegen. Neutral- bis tageslichtweiße Lichtfarben erleichtern das Erkennen von Farbabweichungen. Mehr dazu im Ratgeber Lichtfarbe und Farbwiedergabe.

Schatten und Blendung vermeiden

  • Viele Lichtpunkte statt weniger heller: Mehrere Leuchten aus unterschiedlichen Richtungen reduzieren Schatten an Maschinen und unter Fahrzeugen.
  • Lichtbänder über Arbeitsplätzen: Längs über Hebebühnen und Werkbänken angeordnet, sorgen sie für gleichmäßiges Licht.
  • Zusätzliches Arbeitsplatzlicht: Für Feinarbeiten und unter Fahrzeugen ergänzen Hand- und Arbeitsleuchten die Allgemeinbeleuchtung.
  • Entblendung: Glänzende Oberflächen reflektieren. Leuchten mit guter Entblendung reduzieren störende Reflexe.

Robuste Leuchten für raue Umgebungen

Staub, Öl, Schleiffunken und Reinigung setzen Leuchten zu. Je nach Bereich eignen sich:

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Wirtschaftlichkeit

Werkstätten haben oft viele Leuchtstofflampen im Einsatz, deren Ersatz seit dem Leuchtstoffröhrenverbot knapper wird. Die Umrüstung auf LED senkt den Verbrauch, verbessert die Lichtqualität und reduziert Wartung. Wie viel Sie sparen, zeigt der LED-Einsparrechner.

Häufige Fragen

Wie viel Lux braucht eine Kfz-Werkstatt?

Typisch sind 300 lx für allgemeine Arbeiten, 500 lx für Karosseriearbeiten und Montage sowie 750 bis 1.000 lx für Lackierung, Farbabgleich und Endkontrolle nach DIN EN 12464-1.

Welche Lichtfarbe ist in der Werkstatt am besten?

Neutral- bis tageslichtweißes Licht mit hoher Farbwiedergabe erleichtert das Erkennen von Details und Farbabweichungen.

Wie vermeide ich Schatten unter Fahrzeugen?

Mit mehreren Lichtpunkten aus unterschiedlichen Richtungen, Lichtbändern längs der Hebebühnen und ergänzenden Arbeitsleuchten.

Welche Schutzart brauche ich in der Werkstatt?

In staubigen Bereichen und an Waschplätzen sind hohe Schutzarten wie IP65 sinnvoll. In Lackier- und Spritzbereichen können Ex-Schutz-Anforderungen gelten.

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