Sport & Flutlicht

Lux-Werte im Sport.
Alle Sportarten nach DIN EN 12193.

Wie hell eine Sportstätte sein muss, hängt von zwei Dingen ab: von der Sportart und vom Niveau, auf dem gespielt wird. Ein Fußballplatz für das Training kommt mit 75 lx aus, eine Badmintonhalle für Turniere braucht 750 lx. Hier finden Sie die Werte der DIN EN 12193 für die wichtigsten Sportarten auf einen Blick – mit Links zu den ausführlichen Ratgebern je Sportart.

Aktualisiert am · 5 Min. Lesezeit · TRiALED Lichtberatung

Auf einen Blick
  • Maßgeblich ist die DIN EN 12193 „Sportstättenbeleuchtung“, aktuelle Ausgabe 2019-07
  • Die Norm unterscheidet drei Beleuchtungsklassen: I für hohes Wettkampfniveau, II für mittleres Niveau, III für Training und Freizeitsport
  • In der Halle liegen die Werte zwischen 200 und 750 lx, im Freien zwischen 75 und 500 lx
  • Neben dem Mittelwert zählt die Gleichmäßigkeit: je schneller und kleiner der Ball, desto strenger

Die drei Beleuchtungsklassen

DIN EN 12193 teilt Sportstätten in drei Beleuchtungsklassen ein. Klasse I gilt für Wettkämpfe auf hohem Niveau mit Zuschauern in großer Entfernung, Klasse II für Wettkämpfe auf mittlerem Niveau und Leistungstraining, Klasse III für einfache Wettkämpfe, allgemeines Training sowie Schul- und Freizeitsport. Die Werte sind Wartungswerte: Sie dürfen auch nach Jahren Betrieb nicht unterschritten werden.

NiveauBeispieleKlasse
International, nationalBundesliga, Länderspiele, große TurniereI
RegionalOber- und Regionalligen, VerbandsspieleI oder II
LokalKreis- und Bezirksligen, VereinsspieleII oder III
TrainingVereinstrainingII oder III
Schul- und FreizeitsportSchulsport, HobbygruppenIII

Lux-Werte in der Halle

Angegeben ist die mittlere horizontale Beleuchtungsstärke auf der Spielfläche, dahinter die Gleichmäßigkeit (kleinster Wert geteilt durch Mittelwert).

Sportart (Halle)Klasse IKlasse IIKlasse III
Basketball, Volleyball, Handball, Futsal750 lx · 0,7500 lx · 0,7200 lx · 0,5
Tennis, Padel750 lx · 0,7500 lx · 0,7300 lx · 0,5
Badminton, Tischtennis, Squash750 lx · 0,7500 lx · 0,7300 lx · 0,7
Hallenhockey750 lx · 0,7500 lx · 0,7300 lx · 0,7

Für eine Mehrzweck- oder Schulsporthalle wird meist auf die Sportart mit den höchsten Anforderungen geplant. Wie das gelingt, ohne dauerhaft zu viel Licht zu haben, zeigt der Ratgeber Sporthallenbeleuchtung.

Lux-Werte im Freien

Sportart (Freiplatz)Klasse IKlasse IIKlasse III
Fußball, American Football500 lx · 0,7200 lx · 0,675 lx · 0,5
Tennis, Padel500 lx · 0,7300 lx · 0,7200 lx · 0,6
Feldhockey500 lx · 0,7200 lx · 0,7200 lx · 0,7
Basketball (Freiplatz)500 lx · 0,7200 lx · 0,675 lx · 0,5

Im Freien kommt neben dem Spielfeld die Umgebung dazu: Licht soll auf dem Platz bleiben und nicht in Wohnungen oder Naturflächen strahlen. Mehr dazu im Ratgeber Sportplatzbeleuchtung.

Mehr als Lux: worauf es außerdem ankommt

  • Gleichmäßigkeit: Dunkle Zonen machen es schwer, Tempo und Flugbahn des Balls einzuschätzen. Bei kleinen, schnellen Bällen wie im Hockey oder Badminton verlangt die Norm deshalb schon in Klasse III 0,7.
  • Blendung: Wer nach oben schaut – beim Aufschlag, beim Korbwurf, beim Schmetterball – darf nicht in eine Leuchte blicken. Die Anordnung der Leuchten ist deshalb je Sportart verschieden.
  • Farbwiedergabe: Seit der Ausgabe 2019 verlangt die Norm in allen Klassen einen Farbwiedergabeindex von mindestens Ra 60. Moderne LED-Sportleuchten liegen meist bei Ra 80 und darüber.
  • Ballwurfsicherheit: In Hallen müssen Leuchten Ballwürfe aushalten. Der Nachweis erfolgt nach DIN 18032-3.
  • Fernsehen: Für TV-Übertragungen gelten zusätzliche Anforderungen an die vertikale Beleuchtungsstärke und an flimmerfreies Licht. Diese legen meist die Verbände und Sender fest.

Eine Anlage, mehrere Klassen

Die meisten Anlagen dienen Training und Wettkampf. Statt dauerhaft auf Klasse I zu leuchten, wird die Anlage auf die höchste Klasse ausgelegt und in Stufen geschaltet oder gedimmt – zum Beispiel 750, 500 und 300 lx in der Tennishalle. Mit LED geht das stufenlos und ohne Wartezeit. Gekoppelt an das Buchungssystem, brennt das Licht nur dort, wo gespielt wird.

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Lichtberechnung statt Schätzung

Ob eine Anlage die Werte erreicht, zeigt nur eine Lichtberechnung für den konkreten Platz oder die konkrete Halle. Wir rechnen mit DIALux nach DIN EN 12193 – mit Leuchtenpositionen, Gleichmäßigkeit, Blendung und dem Licht, das in die Umgebung fällt. Grundlagen erklärt der Ratgeber Lichtplanung und Lichtberechnung.

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Häufige Fragen

Wie viel Lux braucht eine Sporthalle?

Für Ballsportarten wie Basketball, Volleyball und Handball nennt DIN EN 12193 200 lx für Training und Schulsport (Klasse III), 500 lx für mittleres Wettkampfniveau (Klasse II) und 750 lx für Wettkämpfe auf hohem Niveau (Klasse I).

Wie viel Lux braucht ein Fußballplatz?

75 lx für Training und einfache Spiele (Klasse III), 200 lx für Spiele auf mittlerem Niveau (Klasse II) und 500 lx für Wettkämpfe auf hohem Niveau (Klasse I).

Wie viel Lux braucht eine Tennishalle?

300 lx für Training und Freizeit, 500 lx für Vereinswettkämpfe und 750 lx für Wettkämpfe auf hohem Niveau. Im Freien sind es 200, 300 und 500 lx.

Welche Norm gilt für Sportstättenbeleuchtung?

Die DIN EN 12193 „Licht und Beleuchtung – Sportstättenbeleuchtung“, aktuell in der Ausgabe 2019-07. Für Fernsehübertragungen und Profiligen kommen Vorgaben der Verbände hinzu.

Was bedeutet Beleuchtungsklasse I, II und III?

Klasse I steht für Wettkämpfe auf hohem Niveau, Klasse II für mittleres Wettkampfniveau und Leistungstraining, Klasse III für Training, Schul- und Freizeitsport. Je höher die Klasse, desto mehr Licht und desto gleichmäßiger muss es sein.

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