Die Schnittstellen im Überblick
| 1–10 V | 0–10 V | DALI / DALI-2 | |
|---|---|---|---|
| Prinzip | Analog, passiv | Analog, aktiv | Digital, Bus |
| Einzeln ansprechbar | Nein, nur gruppenweise | Nein, nur gruppenweise | Ja, jede Leuchte hat eine Adresse |
| Rückmeldung | Nein | Nein | Ja, z. B. Status und Fehler |
| Ausschalten | Über separates Relais | Je nach System über Steuersignal oder Relais | Über Befehl, ohne Relais |
| Verkabelung | Zusätzliche Steuerleitung | Zusätzliche Steuerleitung | Zweiadrige, meist verpolungssichere Steuerleitung |
| Typischer Einsatz | Einfache Dimmung, Bestandsanlagen | Einfache Dimmung, Sensoren | Büros, Hallen, Gebäudeautomation |
1–10 V und 0–10 V: einfach und bewährt
Bei den analogen Verfahren bestimmt eine Steuerspannung die Helligkeit. Bei 1–10 V stellt das Betriebsgerät die Spannung bereit, der Dimmer oder Sensor zieht sie herunter – bei 1 V leuchtet die Leuchte mit minimaler Helligkeit, ausgeschaltet wird über ein Relais. Bei 0–10 V liefert die Steuerung selbst die Spannung.
Wichtig: 1–10 V und 0–10 V sind nicht in jedem Fall miteinander kompatibel. Steuerung und Betriebsgerät müssen zueinander passen. Analoge Systeme sind günstig und einfach, eignen sich aber vor allem für gruppenweise Dimmung ohne Rückmeldung.
Beispiele bei TRiALED: Der Langfeldstrahler Serie 10 wird über 1–10 V gesteuert, das LED-Umbauset Serie 15 hat einen integrierten 0–10-V-Treiber.
DALI und DALI-2: digital und flexibel
DALI (Digital Addressable Lighting Interface) ist ein international genormtes, digitales Protokoll nach IEC 62386. Jedes Betriebsgerät erhält eine Adresse und kann einzeln oder in Gruppen geschaltet und gedimmt werden.
- Bis zu 64 Betriebsgeräte pro DALI-Linie, mehrere Linien lassen sich über Gateways verbinden.
- Gruppen und Szenen werden per Programmierung festgelegt – ohne neue Verkabelung.
- Rückmeldungen wie Lampenfehler oder Status helfen bei Wartung und Monitoring.
- DALI-2 erweitert den Standard um genormte Eingabegeräte wie Taster und Sensoren und verbessert die Kompatibilität zwischen Herstellern.
Viele TRiALED-Leuchten sind DALI-fähig, zum Beispiel das Lichtband Serie 14 (DALI oder 0–10 V), die Blackline Serie 18 und das LED-Panel Serie 11 je nach Ausführung.
Welche Schnittstelle passt zu Ihrem Projekt?
- Einfache Dimmung einer Gruppe, kleines Budget: 1–10 V oder 0–10 V.
- Präsenz- und Tageslichtsensorik in vielen Zonen: DALI oder ein vernetztes Lichtmanagementsystem.
- Einbindung in Gebäudeautomation oder KNX: DALI über Gateway. In der Rehberghalle Roßdorf wurde die neue Beleuchtung in eine vorhandene 0–10-V-KNX-Steuerung eingebunden.
- Monitoring, Wartungsmeldungen, Auslastungsdaten: DALI oder vernetzte Sensorik wie Autani / LiteTrace.
Schnittstelle und Sensorik
Präsenzmelder und Tageslichtsensoren brauchen dimmbare Leuchten. Ob Sie analoge Sensoren mit 1–10 V nutzen, DALI-2-Sensoren am Bus oder ein funkbasiertes Lichtmanagement, hängt von Raumgröße, Zonen und Anforderungen an Daten ab. Wie viel Sensorik spart, lesen Sie im Ratgeber Präsenzmelder und Lichtsteuerung.
Sensorik erlebenLicht nur dort, wo jemand ist.Die interaktive Simulation zeigt, wie Präsenzmelder arbeiten.Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen DALI und 1–10 V?
1–10 V ist eine analoge Steuerung, mit der Leuchten gruppenweise gedimmt werden. DALI ist digital: Jede Leuchte ist einzeln adressierbar, Gruppen und Szenen lassen sich programmieren und Leuchten melden ihren Status zurück.
Wie viele Leuchten kann ich an eine DALI-Linie anschließen?
Bis zu 64 Betriebsgeräte pro DALI-Linie. Größere Anlagen werden über mehrere Linien und Gateways aufgebaut.
Sind 0–10 V und 1–10 V dasselbe?
Nein. Bei 1–10 V liefert das Betriebsgerät die Steuerspannung, bei 0–10 V die Steuerung. Die Systeme sind nicht automatisch kompatibel.
Was ist DALI-2?
Die Weiterentwicklung des DALI-Standards. DALI-2 normt zusätzlich Eingabegeräte wie Taster und Sensoren und verbessert die Kompatibilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller.




