Warum sich LED in der Halle besonders lohnt
Hallenbeleuchtung ist ein klassischer Großverbraucher: viele Leuchten, hohe Leistungen und lange Betriebszeiten. Ältere Anlagen mit Quecksilberdampf- (HQL), Halogen-Metalldampf- (HQI) oder Leuchtstofflampen verbrauchen bei gleicher Helligkeit ein Vielfaches moderner LED-Leuchten.
- Weniger Strom: Moderne LED-Hallenleuchten erreichen hohe Lichtausbeuten – das Lichtband der Serie 14 zum Beispiel bis zu 157 lm/W.
- Sofort volles Licht: Anders als Entladungslampen brauchen LEDs keine Aufwärmphase und lassen sich beliebig oft schalten und dimmen.
- Weniger Wartung: Lange Lebensdauer bedeutet seltener Hubsteiger, Absperrungen und Arbeitsunterbrechungen in großer Höhe.
- Besseres Arbeiten: Gleichmäßiges, flimmerarmes Licht mit guter Farbwiedergabe erleichtert Sehaufgaben und erhöht die Sicherheit.
Wie groß die Einsparung ausfällt, hängt vom Bestand ab. In unseren Projekten lagen die Werte zum Beispiel bei 76 % Gesamtersparnis beim Stahlhandel F. Hackländer in Kaufungen und bei 89 % bei Carl Spaeter in Hamburg, wo LED und Lichtmanagement kombiniert wurden.
Wie hell muss eine Halle sein?
Maßgeblich für Arbeitsstätten in Innenräumen ist die DIN EN 12464-1, in Deutschland ergänzt durch die Arbeitsstättenregel ASR A3.4. Angegeben werden Wartungswerte der Beleuchtungsstärke: Dieser Wert darf auch nach Jahren im Betrieb nicht unterschritten werden. Die folgenden Werte sind typische Richtwerte zur Orientierung – für Ihr Projekt gilt die Norm in der aktuellen Fassung und die konkrete Sehaufgabe.
| Bereich | Typischer Wartungswert |
|---|---|
| Lagerräume, Vorratsräume | 100 lx |
| Hochregallager: unbemannte Fahrgänge | 20 lx |
| Hochregallager: bemannte Gänge | 150 lx |
| Versand, Verpackung | 300 lx |
| Grobe Tätigkeiten, z. B. Montage großer Teile | 300 lx |
| Mittelfeine Tätigkeiten | 500 lx |
| Feine Tätigkeiten, z. B. Prüfarbeiten | 750 lx und mehr |
Neben der Helligkeit zählen Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung und Farbwiedergabe. In der Praxis wird die Anlage mit einer Lichtberechnung geplant, zum Beispiel in DIALux. TRiALED ist DIALux Member – die Lichtdaten unserer Leuchten lassen sich direkt in die Planung übernehmen.
Hallenstrahler oder Lichtband?
Beide Bauformen haben ihre Stärken. Entscheidend sind Montagehöhe, Raumgeometrie und Nutzung.
| Hallenstrahler | Lichtband | |
|---|---|---|
| Typische Montagehöhe | Hohe Hallen, oft ab etwa 6 m | Je nach Optik ca. 3 bis 12 m |
| Lichtverteilung | Punktförmig, rund oder breitstrahlend | Linear, entlang von Gängen und Maschinenreihen |
| Stärken | Hohe Leistung pro Lichtpunkt, wenige Montagepunkte | Sehr gleichmäßig, flexibel erweiterbar, ideal für Regalgänge |
| TRiALED | Serie 07 Hallenstrahler: 115 bis 1.200 W | Serie 14 Lichtband: bis 157 lm/W, drei Optiken |
Für sehr hohe Regallager und lange Gänge eignen sich zusätzlich Langfeldstrahler wie die Serie 10 mit bis zu 74.732 lm. In Bereichen mit Staub, Feuchtigkeit oder mechanischer Belastung kommen robuste Leuchten wie die Feuchtraumleuchte Serie 98 oder die Industriearmatur Serie 09 bis IP66 und IK10 zum Einsatz.
ProduktfinderWelche Leuchte passt zu Ihrem Projekt?In wenigen Fragen zur Empfehlung.Montagehöhe, Optik und Leuchtenabstand
Je höher eine Leuchte hängt, desto enger sollte in der Regel ihre Optik bündeln, damit das Licht auf der Arbeitsfläche ankommt und nicht an den Wänden verloren geht. Breitstrahlende Optiken passen eher zu niedrigeren Hallen und offenen Flächen.
- Abstand: Als grober Anhalt sollte der Abstand zwischen den Leuchten die Montagehöhe nicht deutlich überschreiten, sonst entstehen dunkle Zonen. Die genaue Anordnung ergibt die Lichtberechnung.
- Regalgänge: Leuchten gehören über die Gangmitte, mit einer Optik, die Regalfronten bis unten ausleuchtet.
- Sporthallen: Hier sind ballwurfsichere Leuchten oder Schutzkörbe nötig. Oft lassen sich vorhandene Armaturen mit LED-Modulen weiterverwenden, wie in der Rehberghalle Roßdorf.
- Kranbahnen und Hindernisse: Kräne, Rohrleitungen und Lüftungskanäle werfen Schatten und begrenzen die Montagepunkte. Das gehört von Anfang an in die Planung.
Was kostet LED-Hallenbeleuchtung?
Die Investition hängt von der Anzahl der Leuchten, der Montagehöhe, dem Zugang (Hubsteiger, Arbeiten im laufenden Betrieb), der Steuerung und der Entsorgung der Altanlage ab. Seriös lässt sie sich erst nach einer Bestandsaufnahme beziffern. Die Einsparung lässt sich dagegen gut abschätzen:
100 alte Leuchten mit je 150 W, 4.000 Betriebsstunden pro Jahr: 60.000 kWh
100 LED-Leuchten mit je 80 W bei gleicher Nutzung: 32.000 kWh
Einsparung: 28.000 kWh – bei 0,25 €/kWh rund 7.000 € pro Jahr
Kommt Sensorik hinzu, sinkt der verbleibende Verbrauch weiter. In unseren Case Studies lag die Amortisation typischerweise zwischen 19 und 39 Monaten, zum Beispiel 23,6 Monate bei Carl Spaeter Südwest in Karlsruhe.
Als Hersteller mit eigener Fertigung in Deutschland bieten wir wettbewerbsfähige Preise – ohne bei Lichtqualität und Lebensdauer Abstriche zu machen. Mit einer günstigen Leuchte, die nach wenigen Jahren nachlässt, sparen Sie am falschen Ende.
LED-EinsparrechnerWas spart Ihre Beleuchtung?Stromkosten, CO₂ und Amortisation in wenigen Minuten.Sensorik: das zweite Einsparpotenzial
Selbst die effizienteste Leuchte verbraucht Strom, wenn niemand da ist. Präsenzmelder schalten oder dimmen das Licht in Zonen, die gerade nicht genutzt werden. Tageslichtsensoren regeln nach, wenn durch Lichtbänder oder Fenster genug Licht in die Halle fällt.
Besonders viel bringt das in Lagergängen, Nebenbereichen und bei Schichtbetrieb mit wechselnder Auslastung. Wie das aussieht, zeigt die interaktive Simulation auf unserer Seite Industriebeleuchtung. Mehr dazu im Ratgeber Präsenzmelder und Lichtsteuerung.
Umrüsten im laufenden Betrieb
Eine Halle lässt sich selten wochenlang stilllegen. Deshalb planen wir die Montage so, dass der Betrieb weiterlaufen kann – abschnittsweise, nachts oder am Wochenende. Beim Stahlhandel F. Hackländer war die Montage zum Beispiel nur an Wochenenden möglich.
- Vorhandene Aufhängepunkte und Tragschienen werden nach Möglichkeit weiter genutzt.
- Altleuchten und Leuchtmittel werden fachgerecht entsorgt – Leuchtstoff- und Entladungslampen enthalten Quecksilber.
- Nach der Montage wird die Anlage in Betrieb genommen, Sensorik eingestellt und die Beleuchtungsstärke geprüft.
Checkliste für Ihr Hallenprojekt
- Welche Tätigkeiten finden wo statt – und welche Beleuchtungsstärke brauchen sie?
- Wie hoch hängen die Leuchten, wo sind Kräne, Regale oder Hindernisse?
- Wie viele Stunden pro Tag und Tage pro Woche brennt das Licht?
- Gibt es Staub, Feuchtigkeit, Kälte oder Hitze?
- Welche Bereiche werden nur zeitweise genutzt (Sensorik)?
- Welche Leuchten und Leistungen sind heute verbaut?
Mit diesen Angaben erstellen wir eine Lichtberechnung und eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung. Sprechen Sie uns an oder starten Sie mit dem Produktfinder.
Häufige Fragen
Wie viel Lux braucht eine Lagerhalle?
Für Lagerräume nennt die DIN EN 12464-1 typischerweise 100 lx, für Versand und Verpackung 300 lx. In Hochregallagern gelten für unbemannte Fahrgänge 20 lx und für bemannte Gänge 150 lx. Maßgeblich sind die konkrete Nutzung und die Norm in der aktuellen Fassung.
Wie viele LED-Hallenstrahler brauche ich?
Das hängt von Hallenfläche, Montagehöhe, gewünschter Beleuchtungsstärke und Optik ab. Eine seriöse Anzahl ergibt sich aus einer Lichtberechnung. Wir erstellen sie auf Basis Ihrer Hallenmaße und Nutzung.
Lohnt sich die Umrüstung auf LED in der Halle?
In den meisten Hallen ja, besonders bei langen Betriebszeiten und alten Entladungs- oder Leuchtstofflampen. In unseren Projekten amortisierte sich die Umrüstung typischerweise in 19 bis 39 Monaten.
Kann ich vorhandene Leuchten weiterverwenden?
Teilweise. Intakte Armaturen lassen sich oft mit LED-Modulen oder Umbausets modernisieren, zum Beispiel mit der Serie 05, 08 oder 15. Ob das sinnvoll ist, hängt vom Zustand der Leuchten ab.
Welche Lichtfarbe ist in der Halle üblich?
In Produktion und Logistik wird häufig neutralweißes Licht um 4.000 K eingesetzt. Wärmere oder kältere Lichtfarben sind je nach Nutzung möglich.





