Logistik & Lager

Kühlhausbeleuchtung mit LED.
Hell bei minus 30 Grad.

Kühlhäuser und Tiefkühllager sind anspruchsvolle Umgebungen: dauerhaft tiefe Temperaturen, Kondenswasser an Türen und oft Betrieb rund um die Uhr. Gleichzeitig ist jede Kilowattstunde doppelt teuer, weil die Wärme der Beleuchtung wieder weggekühlt werden muss. So planen Sie eine Beleuchtung, die bei Kälte zuverlässig und sparsam arbeitet.

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · TRiALED Lichtberatung

Auf einen Blick
  • LEDs arbeiten bei Kälte effizient – Treiber und Dichtungen müssen dafür ausgelegt sein
  • Weniger Leistung bedeutet weniger Wärme, die die Kälteanlage abführen muss
  • Kondenswasser beim Temperaturwechsel verlangt hohe Schutzarten
  • Präsenzsensorik spart in selten genutzten Gängen besonders viel

Warum Kälte besondere Leuchten braucht

  • Start bei Kälte: Leuchtstofflampen zünden bei tiefen Temperaturen schlecht und bringen wenig Licht. LEDs sind sofort hell.
  • Temperaturbereich: Treiber, Kabel, Dichtungen und Kunststoffe müssen für die Umgebungstemperatur zugelassen sein. Der Langfeldstrahler Serie 10 ist zum Beispiel für −40 bis +50 °C spezifiziert.
  • Kondenswasser: An Toren und Schleusen wechseln Temperatur und Luftfeuchte. Hohe Schutzarten schützen die Elektronik.
  • Materialien: Manche Kunststoffe werden bei Kälte spröde. Schlagfeste Gehäuse sind im Staplerbetrieb wichtig.

Doppelt sparen: Licht und Kälte

Die elektrische Leistung einer Leuchte wird im Raum nahezu vollständig zu Wärme. Im Kühlhaus muss diese Wärme von der Kälteanlage abgeführt werden. Effizientere Leuchten reduzieren deshalb zwei Posten auf der Stromrechnung: die Beleuchtung selbst und den Mehraufwand der Kühlung.

Rechenbeispiel Beleuchtung

50 Altleuchten mit je 250 W, 24 Stunden an 365 Tagen: rund 109.500 kWh pro Jahr

50 LED-Leuchten mit je 120 W: rund 52.560 kWh pro Jahr

Hinzu kommt die geringere Wärmelast, die die Kälteanlage nicht mehr abführen muss

LED-EinsparrechnerWas spart Ihre Beleuchtung?Stromkosten, CO₂ und Amortisation in wenigen Minuten.Einsparung berechnen

Sensorik im Tiefkühllager

In Tiefkühllagern halten sich Menschen möglichst kurz auf, viele Gänge werden nur beim Ein- und Auslagern befahren. Präsenzmelder, die für den Temperaturbereich geeignet sind, schalten das Licht dort nur bei Bedarf ein oder dimmen auf ein Grundlicht. Weil LEDs beliebig oft schalten können, ist das technisch unproblematisch. Die Simulation auf der Seite Logistikbeleuchtung zeigt das Prinzip.

Planung: Lux, Gänge, Tore

BereichTypischer Wartungswert nach DIN EN 12464-1
Lager- und Kühlräume100 lx
Bemannte Gänge im Hochregallager150 lx
Kommissionierung, Versand300 lx

Regalgang-Optiken bringen das Licht auf die Regalfronten. An Toren und Schleusen helfen etwas höhere Beleuchtungsstärken, damit sich die Augen beim Wechsel zwischen hellen und dunklen Bereichen schneller anpassen. Mehr zur Gangbeleuchtung im Ratgeber Lagerbeleuchtung.

Häufige Fragen

Funktionieren LED-Leuchten bei minus 30 Grad?

Ja, wenn Leuchte, Treiber und Dichtungen für den Temperaturbereich ausgelegt sind. LEDs arbeiten bei Kälte sogar effizienter. Achten Sie auf den zulässigen Umgebungstemperaturbereich im Datenblatt.

Warum spart LED im Kühlhaus doppelt?

Die Leistung der Beleuchtung wird im Raum zu Wärme, die die Kälteanlage abführen muss. Weniger Leistung bedeutet also auch weniger Kühlaufwand.

Welche Schutzart brauche ich im Kühlhaus?

Wegen Kondenswasser und Reinigung sind hohe Schutzarten wie IP65 üblich. Die genaue Anforderung hängt von Bereich und Reinigung ab.

Kann ich Präsenzmelder im Tiefkühllager nutzen?

Ja, mit Sensoren, die für die tiefen Temperaturen geeignet sind. Weil LEDs sofort hell sind und oft geschaltet werden dürfen, eignet sich Sensorik dort besonders gut.

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