Bewegungsmelder, Präsenzmelder, Tageslichtsensor
| Sensor | Funktion | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Bewegungsmelder | Schaltet bei größeren Bewegungen | Flure, Treppen, Nebenräume, Außenbereiche |
| Präsenzmelder | Erkennt auch kleine Bewegungen, z. B. am Schreibtisch | Büros, Besprechungsräume, Arbeitsplätze |
| Tageslichtsensor | Misst die Helligkeit und dimmt Kunstlicht nach | Hallen mit Lichtbändern, Büros mit Fenstern |
| Vernetzte Sensorik | Viele Sensoren arbeiten zusammen, liefern auch Nutzungsdaten | Große Hallen, Standorte, Smart Building |
Wie viel spart Sensorik?
Das Einsparpotenzial hängt davon ab, wie ungleichmäßig Räume genutzt werden. In einem ständig voll besetzten Großraumbüro ist es geringer als in einem Lager mit vielen, selten angefahrenen Gängen.
Unser LED-Einsparrechner setzt für Präsenz- und Tageslichtsteuerung typischerweise 50 % Einsparung auf den verbleibenden LED-Verbrauch an, orientiert an gemessenen Werten vernetzter Lichtsteuerungen, und passt den Wert moderat an Nutzungsmuster und Mitarbeitendendichte an.
- Bei Carl Spaeter in Hamburg ergaben LED und Enlighted-Lichtmanagement zusammen 89 % Einsparung.
- Im modernen Bürogebäude sank die Beleuchtungsenergie mit Sensorik um 61 % – zusätzlich lieferte die Sensorik Daten zur Auslastung der Arbeitsplätze.
Grundlicht, Nachlaufzeit und Zonen
- Grundlicht: In Hallen und Lagern ist es oft sinnvoll, leere Bereiche nicht ganz abzuschalten, sondern auf zum Beispiel 10 bis 20 % zu dimmen. Das erhöht Sicherheit und Orientierung.
- Nachlaufzeit: Wie lange bleibt das Licht an, nachdem niemand mehr erkannt wird? Zu kurz wirkt störend, zu lang verschenkt Energie.
- Zonen: Sensoren sollten zu sinnvollen Bereichen zusammengefasst werden – Gänge, Arbeitsplätze, Verkehrswege.
- Erfassungsbereich: Montagehöhe und Sensortyp bestimmen, wie groß die erfasste Fläche ist. In hohen Hallen braucht es dafür ausgelegte Sensoren.
Gebäudeautomation und EPBD
Die europäische Gebäuderichtlinie EPBD zielt auf effizientere Gebäude und mehr Gebäudeautomation. Für Nichtwohngebäude ab bestimmten Anlagengrößen werden Systeme zur Gebäudeautomatisierung und -steuerung verlangt; die Umsetzung in nationales Recht läuft schrittweise. Eine vernetzte, steuerbare Beleuchtung ist ein Baustein dafür. Unsere Leuchten sind EPBD- und Sensor-Ready.
Sensorik nachrüsten
Sensorik lässt sich oft zusammen mit einer LED-Umrüstung einführen. Voraussetzung sind steuerbare Betriebsgeräte, zum Beispiel DALI oder 1–10 V. Für vernetzte Lösungen vom einzelnen Bereich bis zum ganzen Standort arbeiten wir mit Autani / LiteTrace. Die Planung der Sensorpositionen unterstützt unsere App Sensora.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Bewegungsmelder und Präsenzmelder?
Bewegungsmelder reagieren auf größere Bewegungen, etwa im Flur. Präsenzmelder sind empfindlicher und erkennen auch kleine Bewegungen, zum Beispiel beim Arbeiten am Schreibtisch.
Wie viel Strom spart ein Präsenzmelder?
Das hängt von der Nutzung ab. In selten genutzten Bereichen ist das Potenzial groß, in dauerhaft belegten Räumen kleiner. Unser Einsparrechner setzt typischerweise 50 % auf den verbleibenden LED-Verbrauch an.
Darf das Licht in der Halle komplett ausgehen?
Das hängt von der Gefährdungsbeurteilung ab. Häufig wird in leeren Bereichen auf ein Grundlicht gedimmt statt komplett abgeschaltet, um Sicherheit und Orientierung zu erhalten.
Kann ich Sensorik bei vorhandenen LED-Leuchten nachrüsten?
Wenn die Betriebsgeräte steuerbar sind, etwa über DALI oder 1–10 V, meist ja. Bei nicht dimmbaren Leuchten ist oft nur Schalten möglich.




